Cyberwelt und Drogentod

Die Black Box im Filmmuseum zeigt im Januar sechs hierzulande selten zu sehende Filme des Franzosen Olivier Assayas. Die Bandbreite reicht von Historiendramen bis zu Wirtschaftsthrillern aus dem Internetzeitalter.

Text: Marcus Kirzynowski

Demonlover

Faszination für Killerspiele: Chloe Sevigny in "Demonlover.com"

Olivier Assayas dürfte den meisten deutschen Kinogängern erst seit seinem Monumentalepos “Carlos” bekannt sein. Obwohl er bereits seit 25 Jahren Filme dreht, die in Deutschland aber nie regulär gelaufen sind. Umso schöner, dass sich die Black Box im Düsseldorfer Filmmuseum nach ihrer Kurosawa-Retrospektive im Januar den Werken des Franzosen widmet. In einer kleinen Werkschau zeigt das Kino sechs seiner Filme im Original mit englischen Untertiteln. Und darin ist die Creme de la creme internationaler Schauspielerinnen zu sehen: Chloe Sevigny, Juliette Binoche, Maggie Cheung, Béatrice Dalle, Virginie Ledoyen, Emmanuelle Béart usw. usf.

Los geht’s am 4. Januar mit dem Film mit der vielversprechendsten Handlung: “Demonlover.com” (auch am 10.1.) ist ein Internet-Thriller von 2002 über Betriebsspionage, Videohandel und die SM-Szene, u.a. mit Sevigny und Gina Gershon. Zwei Tage später, am 6.1., versucht Maggie Cheung in “Clean” von 2004, sich nach dem Drogentod ihres Freunds ein neues Leben aufzubauen, während Schwiegervater Nick Nolte ihr Kind aufzieht.

Mittwoch, 4. bis Mittwoch, 18. Januar, Black Box, Schulstr. 4, Düsseldorf-Carlstadt; Programm

Foto: Palm Pictures

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