Luisengäste trotzen dem Regen

Buntes Treiben und zahlreiche Trödelstände bewiesen beim Luisenstraßenfest, wie gut sich WuppertalerInnen mit wechselhaftem Wetter arrangieren können. So verhinderte die Gelassenheit der HändlerInnen und Besucher, dass das Fest ins Wasser fiel.

Text: Marcus Kirzynowski

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Bierbänke ohne Dach blieben zwar leer, die Luisenstraße aber nicht

“Wuppertal braucht mehr Feste” – so die Folgerung eines SPEKTAKEL-Mitarbeiters anlässlich des riesigen Besucherandrangs beim Ölbergfest im April. Dass die WuppertalerInnen ihre Straßenfeste lieben und ihnen durchaus auch bei widrigen Bedingungen treu bleiben, hat gestern das jährliche auf der Luisenstraße bestätigt: Trotz teilweise heftiger Regenschauer drängelten sich Hunderte BesucherInnen um die Trödelstände. Und auch von den HändlerInnen hatten sich nur wenige abschrecken lassen; nur vereinzelte Lücken waren geblieben. Da tropfte es schon mal von den Planen in die Bücherkisten, aber insgesamt blieben die Menschen hinter den Ständen erstaunlich gelassen. Von der holländischsprachigen Schlumpfplatte mit Vader Abraham aus den 70ern bis zu Wandkarten aus dem Biologie- und Erdkundeunterricht gab es kaum etwas, was Kuriositäten-SammlerInnen nicht finden konnten.

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Mit Schirm und Charme: Luisenstraßenfest 2010

Als es dann zwischendurch mal aufklarte, wurde es zeitweise sogar richtig voll auf Elberfelds beliebter Ausgehstraße mit dem alternativ-nachbarschaftlichen Flair und auch vor den Musikbühnen lauschten BesucherInnen dann den auftretenden Bands. Die DJs, die das “Beatz und Kekse” aufgefahren hatte, waren sowieso auf der sicheren Seite: Sie hatten ihr Pult hinter dem großen Fenster zur Straße aufgebaut und beschallten aus dem Trockenen heraus die Vorüberziehenden. Irgendwann am frühen Abend fing es dann auch noch an zu hageln, aber Live-Musik tönte auch danach noch aus der Luisenstraße. Der Wuppertaler an und für sich lässt sich, einmal in Festlaune, das Feiern wohl wirklich nicht verhageln.

Fotos: kir

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